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Auf der Suche nach der idealen Frau
Andreas Kaps ist kein Unbekannter in der Kunstszene. Bei wichtigen
Ausstellungen wie "Ten young Painters from Berlin" in London, "Berlin in Nizza",
"Gefühl und Härte" in Stockholm und München und "11 Künstler aus Berlin" in
Madrid war er bereits vertreten.
Im letzten Jahr hat er sich allerdings in Berlin rar gemacht. Die Galerie Poll
stellt nun erstmalig eine Auswahl der von 1983 bis 1987 entstandenen Bilder vor.
Andreas Kaps stellt die Figur ganz in den Mittelpunkt seines künstlerischen
Interesses. Wie die Bilderschau beweist, ist der Frauenakt sein Sujet.
Oft läßt sich der Maler von anderen künstlerischen Disziplinen inspirieren. Mit
Erfolg schreibt er Kunstkritiken, arbeitet jetzt an Romanen und beschäftigt sich
intensiv mit Astrologie. Für das Berliner Computerzentrum verfaßt er
astrologische Beiträge. Außerdem nimmt Musik einen hohen Stellenwert bei ihm
ein, es existieren bereits eigene Vertonungen. Die Malerei ist ihm jedoch das
Wichtigste.
Obwohl er sich oft und gerne an Gruppenausstellungen beteiligt, kommt für ihn
die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern, etwa mit dem Ziel, verschiedene Medien
zu nutzen oder kontrastierende Meinungen zu einem Thema zu sammeln, nicht in
Frage. Im Malvorgang sieht er eine Möglichkeit, seine eigenen Wünsche,
Bedürfnisse, Phantasien und Erlebnisse wachzurufen und sie so bildlich zu
verdeutlichen, daß sie auch für andere aussagekräftig werden. In der
Gruppenarbeit dagegen befürchtet er, daß die meist auftretenden Hierarchien ihn
einengen könnten.
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